Tombstone Tourism ‘s Last Stop, eine Verschwörung in Wien

Nichts veranschaulicht die lange Geschichte dieser Beziehung so anschaulich wie die Bestattungstraditionen der Habsburger. Nach dem Tod wurden die Leichen der Habsburger Königsfamilie, die vom 11. bis zum frühen 20. Jahrhundert in Österreich an der Macht blieb, zerstückelt und an drei Orten bestattet. Ihre Herzen ruhen in der Kirche der Augustinerbrüder; ihre Gedärme in der Herzoglichen Krypta unter den Eingeweiden des Stephansdoms; und der Rest von ihnen in der kaiserlichen Grabkammer.

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Seltsamerweise gibt es eine Art poetische Symmetrie zwischen dem Habsburgischen Ritual und der Prämisse, die hinter Mishimas Geschäft steht. Viele seiner Kunden, so Mishima, werden ihre Asche spalten. Ein Teil wird auf traditionelle Weise neben den Ahnen und Angehörigen zu Hause bleiben. Aber ein Teil wird über die Meere verschifft. Wie die Habsburger, deren Herzen unter der Kirche ruhen, in der sie verheiratet waren, konnten Musikfans einen Teil ihrer selbst der Nähe derer widmen, die ihre Herzen erobert hatten – in der Nähe der Musiker, die sie ihr ganzes Leben geliebt hatten.

Wien

An einem Wintermorgen im Januar war der Friedhof ruhig. Die einzigen Lebenszeichen waren die Grundstückspersonen und einige tapfere Trauergäste, die sich gegen einen unruhigen, starken, eisigen Wind gewöhnt hatten.

Auf den Parkplätzen des Friedhofs verkauften die Läden Kerzen und echte und falsche Blumen. Es gab Wurststände, türkische Imbissstände, Verkauf von Durums und Döner und einen oder zwei Getränkewagen. Die Bürgersteige waren jedoch leer. Viele der Läden, Cafés und Stände waren geschlossen. Eine Ökonomie des Todes, die in der Nebensaison unterbrochen wurde.

Im B & F Museumsshop hat sich eine andere Seite dieser Wirtschaft herausgebildet – eine, die sich mehr Wiener anfühlte. „The Last Tour Guide“, las ein T-Shirt über dem Bild einer kurvigen Dame Grim Reaper. „Wiener Friedhöfe: Hier sind Sie richtig!“, Versprach ein anderer. Angeboten wurde auch eine Wanne mit dem „schönsten Friedhofshonig“ aus den Bienenstöcken in den Gärten des Zentralfriedhofs. Der süße Geschmack des Todes, nur 3 Euro pro Glas.

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